Ist das die Hochseeflotte für Reisen ab „Dortmund Airport 21“?

Per Pressemitteilung teilte die Flughafen Dortmund GmbH am 07. September letzten Jahres mit, es gebe einen Kooperationsvertrag mit RCL Cruises Ltd, unter dessen Dach 3 Kreuzfahrtreedereien Royal Caribbean International, Celebrity Cruises und Azamara Club Cruises gebündelt sind:

„Die beiden Unternehmen schlossen eine Vereinbarung zur Förderung einer zentralen Anbindung in der Ruhrmetropole vom Dortmunder Flughafen zu den Starthäfen zum Beispiel in Barcelona oder Venedig.“

Ziel sei es, künftig Kreuzfahrtreisende attraktive Streckenverbindungen ab Dortmund anzubieten. Der Dortmunder Flughafen verfüge über ein „beträchtliches Passagierpotential von 8 bis 10 Millionen Menschen“, die den Dortmunder Airport in einem Radius von einer Stunde Anfahrtszeit erreichen. Mit Flugverbindungen zu den Mittelmeerstädten der Anlagehäfen großer Kreuzfahrtschiffe der o.g. Reederei würde das Angebot der Sommer-destinationen 2017 um attraktive Ziele ergänzt werden. „Die Zusammenarbeit mit einem der größten Kreuzfahrtanbieter der Welt bestätigt die Relevanz des Dortmund Airport als be-deutender Mobilitätsdienstleister in NRW.“

 10 Monate später, mitten in der Touristik-Hochsaison und in den Großen Ferien NRW, liegt der Mantel des Schweigens über diesen großmundig angekündigten Verbindungen des „bedeutenden Mobilitätsdienstleisters NRW“.

Viele Deutsche schonen bewusst das Klima. Mehr als jeder Zehnte (12 %) hat dafür sogar das eigene Auto abgeschafft, wie eine Umfrage für das evangelische Monatsmagazin "chrismon" ergab. Über die Hälfte (54 %) isst der Umwelt zuliebe weniger Fleisch, und bereits 36 % der Bundesbürger haben aus Klimagründen auf eine Flugreise verzichtet. (epd)

Die Landesregierung hat den Entwurf des neuen Landesentsicklungsplanes (LEP) in den Landtag eingebracht Er kann hier heruntergeladen werden: LEP2016-Entwurf.pdf

In diesem Plan werden die hochfliegenden Pläne des Dortmunder Flughafens deutlich gestutzt. So wird der Dortmunder Flughafen als nur Regional bedeutsam eingestuft. Zusammen mit Paderborn und Weeze.

Tief enttäusch zeigt sich der Fluhafenchef, Udo Mager:

"Die Kabinettsentscheidung ist enttäuschend und nicht nachvollziehbar. Sie ignoriert die vielen guten Argumente, die nicht nur vom Flughafen in das Anhörungsverfahren eingebracht worden sind."

Offensichtlich sind auch Mitglieder der Landesregierung in der Lage, Passagierzahlen zu lesen und der verzweifelte Versuch der Flughafen-Presse-Abteilung, jeden Monat irgendeine Steigerung als Erfolg zu verkaufen, hat nicht gefruchtet.

SF-Vorsitzende Ursula Wirtz: "Ein Erfolg der Vernunft, es ist doch wohl unwahrscheinlich, dass das Parlament - mehrheitlich - dem Kabinettsbeschluss nicht folgt."